Freitag, 15. Februar 2013

Kaufstopp: Korrektur

Nachdem ich nun die Chance hatte, mich einige Wochen an meinen Kaufstopp zu gewöhnen, muss bzw. möchte ich ihn neu definieren und ihm einen neuen Namen geben. Ich bin allerdings noch nicht sicher, welchen. KeineHalbenSachen? SpreuvomWeizen? BeschränkungaufQualität?

Jedenfalls läuft es darauf hinaus: Ich möchte nur noch Geld für Dinge ausgeben, die ich a) brauche und die b) ihr Geld wert sind, also eine lohnende Investition darstellen.

Angefangen hat diese Erkenntnis letzte Woche, als mein Gesichtswasser von Clinique, das ich seit über zehn Jahren wirklich IMMER im Haus habe, leer geworden ist. Ich habe sie vorher nie nachkaufen müssen, weil ich eine irrsinnig große Flasche davon hatte (400 ml oder so) und ein paar kleine aus Probensets, und weil sie bei mir einfach ewig hält, weil ich sie nicht jeden Tag benutze - aber nun brauchte ich sie halt wieder. Es führte kein Weg daran vorbei, weil dieses Produkt mir einfach gut tut und ich es vertrage, und weil es in gewissen Hautsituationen mein Notfallretter für alle Fälle ist. Da reicht kein anderes Produkt heran (und ich habe viele getestet). Also musste Ersatz her. Punkt.

Ebay war mir zu anstrengend, also habe ich auf der Clinique-Webseite bestellt (dazu gibt's ein separates Posting) und - nun ja, da schäme ich mich ein bisschen - noch ein paar mehr Dinge dazugekauft. Z. B. eine Gesichtscrème, die ich vor Kurzem mit einer Probe ausgiebig testen konnte und ich überrascht war, wie gut ich sie vertragen habe und wie gut sie zu mir passt. Eigentlich hatte ich nun vorgehabt, keine neuen Crèmes mehr zu kaufen, weil ich ja noch so viele andere, z. T. in zahllosen Probengrößen vorhanden, habe. Bei denen laufe ich aber immer Gefahr (und meistens tritt es auch ein), dass meine empfindliche Haut sie nicht verträgt und ich nach ein paar Tagen verzweifelt die nächste Pflege teste, nur um wieder enttäuscht zu werden.

Und diese Crème gab es recht günstig in einem Set mit ein paar anderen Spielereien, und ich habe mich der Tatsache erinnert, dass Clinique vor vielen, vielen Jahren (jedenfalls über zehn) mal meine "erste Liebe" im High-End-Kosmetikbereich war, oder eigentlich in jedem Kosmetikbereich. Und ich ging quasi "back to the roots" und habe mir ein paar sinnvolle und mit im Set ein paar sinnlose Dinge bestellt. Die ich allerdings ohne Ausnahme nutzen werde, bis sie leer sind, und die ich auch alle nutzen kann, weil sie gut in mein Pflege- und Makeup-Programm passen (Augen- und Lippenpflege, Mascara).

So. Und weil mich außerdem genervt hat, dass ich eigentlich seit Langem lernen möchte, mich ordentlich zu schminken, und weil die ganzen guten Produkte, die ich mir im Lauf der Zeit zu dem Zweck besorgt habe, hier herumliegen und verstauben, weil es mir ganz einfach am passenden Werkzeug fehlt, habe ich außerdem in einem anderen Shop (Zoeva) ein Pinselset bestellt. Auch das ist eine Ausgabe, die ich sicher nicht bereuen werde und die ihr Geld wert ist.

Dass solche Bestellungen nicht jede Woche und auch nicht jeden Monat sein müssen, ist selbstverständlich. Insbesondere Clinique ist ja auch nicht ganz billig - aber eben sein Geld wert. Ich glaube, dass ein gewisser Kaufstopp in dieser Form sehr viel Sinn macht, und ich zweifle kein Stück, wenn ich sage, dass ich das für den Rest meines Lebens gerne durchziehen möchte. Nicht in allen Bereichen, das wird nicht funktionieren - Möbel von IKEA werden wir sicher noch öfter kaufen. Aber in ein paar Bereichen, bei Pflege, Kosmetik und auch Klamotten, insbesondere Schuhe und Taschen, ist das ein guter Weg, sein Geld sinnvoll und nachhaltig zu investieren.

Schade, dass ich erst über dreißig Jahre alt werden musste, um das nicht nur zu lernen, sondern auch zu verinnerlichen. Aber besser spät als nie.

Kerstin out.

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