Samstag, 26. Januar 2013

Das Leben steht still

... zumindest könnte es so scheinen, wenn ich aus dem Fenster meines Krankenhauszimmers schaue. Die hohen, verschneiten Bäume wiegen sich im Wind, eine Reihe in die Richtung, die hintere Reihe in die andere ... Es ist unglaublich kalt draußen, aber hell, und während meine zwei Zimmernachbarn mit den Nachwirkungen ihrer operierten Nebenhöhlen kämpfen, sitze ich gemütlich auf meinem Bett, zwinge mich zum Trinken und Schlucken und wundere mich über die Ruhe, die über allem liegt. Zumindest hier in meiner kleinen Welt. Ich mag das.

Ich freue mich, dass es mir relativ gut geht. Dass ich tolle Menschen in meinem Leben habe und keinen Grund habe, unglücklich zu sein. Nächste Woche bin ich wieder zuhause und werde mein Leben weiter ausmisten. Und dann weitersehen. Ja, ich weiß, das Jahr ist zwar noch neu, aber wenn ich nicht bald Pläne mache, ist es auch schon fast wieder vorbei ... Aber ich lasse mich nicht stressen. Jetzt ist erstmal Ruhe, mit dem Versprechen von Tatendrang und Inspiration im Hinterkopf, die ich bald ausleben kann, aber nicht muss; ich freu mich drauf. Aber jetzt: helle, klare Ruhe ... Ich mag das.

Dienstag, 15. Januar 2013

Durchhänger

Puh. Lang nix mehr geschrieben. Ich hab durchaus ein paar Sachen weggeschmissen in den letzten Tagen. Jeden Tag ein bisschen. Diese Woche ist aber extrem stressig, nächste Woche bin ich im Krankenhaus. Also wird es erst in ca. zwei Wochen richtig weitergehen. Ich freu mich drauf.

An meine 1,5 Leser: Lauft mir so lange nicht weg. :)

Sonntag, 13. Januar 2013

Desktop Memory

Aus "Simplify your life" übernehme ich spontan die Idee des Desktop-Memory-Buchs: Alles, was irgendwo auf irgendwelchen Zetteln (auf dem Schreibtisch) gekritzelt ist, wird in ein Buch übertragen oder geklebt. Ich nutze den Abend, um noch schnell meine Pinnwand rechts meines Monitors zu bereinigen, an der solche Zettel immer landen.

Außerdem lege ich analog noch ein Skizzen- und Ideenbuch an, in das ich die Skizzen, die ich immer irgendwo schnell draufmale, oder die Bilder, die ich mir zur Inspiration aus Katalogen reiße, sämtlichst einklebe. Wofür hab ich denn die vielen ungenutzten leeren Schreibbücher? Ich seh schon, das wird ne lange Nacht.

Oha. Ich seh noch was: In das Buch, das ich für die Ideen nehmen wollte, habe ich vor vielen Jahren begnadigte äußerst peinliche Gedichte hineingeschrieben.

Wobei ... Alle sind garnicht sooo übel ... Na gut, sie dürfen drinbleiben und ich nehme ein anderes Buch. Wofür habe ich denn die vielen ...?

Ca. 10 min später: Wow, auf einmal sind nur noch Dinge an der Pinnwand, die gut und gerne für die nächsten zehn Jahre dort hängen dürfen. Die meisten von denen, die dort nun nicht mehr hängen, sind allerdings in der Rundablage gelandet und nicht im Buch.

Was mir außerdem noch fehlt, ist ein Buch mit nützlichen Haushalts- und Gesundheitstipps. Sowas finde ich immer mal wieder in Zeitschriften und reiße es raus; im Internet finde ich sowas auch oft, was dazu geführt hat, dass meine Favoritenordner an Menge wie an Unübersichtlichkeit zugenommen haben. Ich überlege ernsthaft, mir wichtige Dinge (im Kleinformat) auszudrucken und einzukleben, weil ich sie da ggf. schneller finde. Hat da jemand ne Meinung zu?

Außerdem, in der neuen Kategorie "heute raus":

Aussortiert:
- Strickjacke
- zwei Hosen

Weggeschmissen:
- lauter Zettelchen
- ein paar alte Briefe
- Paket- und Retoureneinlieferungsbelege von über einem Jahr

Garnicht schlecht für den Anfang! Morgen mach ich weiter.

Freitag, 11. Januar 2013

Ein neuer Anfang

Ich könnte diesen Blog jetzt "Stadtrandblog" nennen, denn seit etwas über zwei Jahren wohnen wir in diesem Örtchen am Stadtrand. Egal.

Mir geht es um etwas anderes. Ich will Tagebuch führen über die Dinge, die ich in diesem Jahr vorhabe, um mich selbst zu kontrollieren und damit ich dem Mann ein Wochen oder Monaten sagen kann, "Siehste, ich hab schon vor ganz langer Zeit damit angefangen!"

Meine Ziele:

1. Ausmisten. Der Durchschnittsbürger besitzt 10.000 Dinge. Ich bin sicher, ich habe mindestens 20.000. Ich werde es nie herausfinden, denn meine Zeit ist mir viel zu schade, um diese Dinge zu zählen, aber was ich weiß, ist: Ich möchte meinen Bestand an Dingen auf ein Zehntel reduzieren. Geht nicht? Muss gehen.

2. Kaufstopp für ein Jahr. Keine Klamotten mehr (außer Verbrauchsklamotten wie z.B. Strumpfhosen). Keine Körperpflegeprodukte; ich habe genug für mehrere Jahre, das meiste davon ist sicher auch lange genug haltbar. Kein Make-Up; ich habe genug für VIELE Jahre (außer Mascara, die darf nachgekauft werden, aber auch nur die wasserfeste, ohne die ich nicht kann). Keine Kerzen mehr, keine Bücher mehr (höchstens in Ausnahmefällen), kein Likör mehr. Stattdessen jede Menge Kerzen genießen, Bücher lesen und Likör trinken. Naja, in Maßen, versteht sich. Keinen Stoff mehr kaufen (höchstens in Ausnahmefällen, wenn er ganz akut und gezielt benötigt wird).

Das war's erstmal an Zielen. Reicht ja auch. Ich bin aber sicher, dass mir im Laufe der Zeit noch mehr einfallen wird. Das schreibe ich dann hier auf.

Soweit erstmal. Ans Werk!