Montag, 23. März 2009

Ein Wunder wie's im Buche steht

Seit Monaten, genauer gesagt seit unserer Wohnzimmerrenovierung, steht bei uns eine über zwei Meter lange Küchenarbeitsplatte im Flur. Die war nämlich früher Ehemanns Schreibtisch, bevor Ehemann sich zwecks Renovierung einen neuen, schönen, kleinen, praktischen Schreibtisch beim schwedischen Einrichtungshaus zugelegt hat. Diese Arbeitsplatte ist also lang, und sie ist sehr, sehr schwer. Deswegen stand sie auch bis heute an der Wand hinter der Tür, aufrecht, festgehalten durch den Türstopper, damit sie nicht wegrutschen konnte. Weil, wegen kleinem krabbelndem Kind und so. Man stelle sich vor, das Ding rutscht weg und auf so ein kleines krabbelndes Kind zu... Nee nee. Also schön festgekeilt. In den Keller passt sie nämlich nicht, weil das Treppenhaus zu eng und zu kurvig ist. Und weg kann sie noch nicht, weil ein Freund sie vielleicht für seine Küche haben möchte und wir überlegen, falls er sie nicht will, was wir sonst Kluges damit anstellen können.

Heute dann wollte ich mit dem Kind in die Stadt. Setze das fertig angezogene Kind im Flur auf den Boden, und oh Wunder, es bleibt still sitzen. Mache die Wohnungstür weit auf, damit ich den Buggy draußen auf den Flur stellen kann. Mache sie noch weiter auf, während ich rausgehe. Als ich draußen vor der offenen Wohnungstür stehe, höre ich ein schabendes und irgendwie bedrohliches Geräusch, die Wohnungstür wird teilweise zugedrückt, weil... ja, weil die große Arbeitsplatte sich gemächlich vornüber neigt und sich, für meine Augen, im Zeitlupentempo dem Boden nähert. Dem Boden, auf dem mein kleines, zur Zeit nicht krabbelndes Kind sitzt.

Die Arbeitsplatte fällt also, längs, dieses unheimlich schwere Teil fällt also und begräbt unter sich -

- den Saum des Pantoffels meines Kindes.

Selbst wenn ich wollte, ich kann mir nicht bildlich vorstellen was gewesen wäre, hätte mein Kind dreißig Zentimeter näher an der Tür gesessen. Ich will nicht, ich kann nicht. Muss ich ja zum Glück auch nicht. Die Platte kann jetzt nicht mehr umfallen, und sie kommt so schnell wie möglich weg. Aber so haarscharf am Unglück vorbei... Was wäre das für ein Unglück gewesen.

Gott sei Dank!

Jetzt bringe ich mein kleines, krabbelndes, gesundes, lebendiges Kind ins Bett und singe ihm was vor. Aber an das Wunder von heute werde ich noch lange denken.

Donnerstag, 19. März 2009

Montag, 9. März 2009

Sein erstes Wort

Gestern, 8. März 2009, Bonn. Sohn (11 Monate) sagt sein erstes Wort. Doch was ist es?

Nicht Mama.

Nicht Papa.

Er sagt...

AUTO!

Sonntag, 8. März 2009

Entwarnung

Es geht aufwärts...

Dienstag, 3. März 2009

Dinge, die man verliert

Das ist, wie wenn eine Liebe zerbricht - nur anders.
Das ist, wie wenn man ein liebgewonnenes Schmuckstück verliert - nur anders.
Das ist, wie wenn man einen Teil von sich selbst verliert - nur anders.
Das ist, wie wenn ein geliebter Mensch stirbt - nur anders.

Das ist, wie wenn man in ein tiefes Loch fällt.
Wie wenn man den ganzen Tag weinen möchte
und es tut.
Wie wenn eine Symbiose zertrennt wird
und die Wunde nicht heilen will.
Das ist, wie wenn man plötzlich allein ist.
Wie wenn man verzweifelt ist
und keinen Ausweg weiß.
Wie wenn man vor Kummer vergeht.

Und dieses kleine Gegenüber
mit den großen, blauen Augen
weint mit.
Weil es nicht anders kann,
weil es genauso hilflos ist.

Das ist, wie wenn einem die Worte fehlen,
den Verlust zu beschreiben,
weil es nichts gibt, mit dem man ihn vergleichen kann.

Mir fehlen die Worte.
Doch Tränen habe ich genug.