Freitag, 27. Februar 2009

Störfaktor Kind

Da hat sich heutzutage eine feine Gesellschaft herausgemausert: Jeder soll grundsätzlich alles können, in Familien ganz besonders. Da sollen in aller Ruhe und ohne Probleme Kinder zur Welt gebracht werden, da soll der Vater nachts achtzehn Mal für das Kind aufstehen, morgens gutgelaunt zur Arbeit gehen, abends nach einem Vollzeit-Tag gut gelaunt nacht Hause kommen und mit dem Kind spielen, bis es ins Bett geht. Die Mutter soll Kind, Haushalt, Krabbelgruppen, PeKiP-Gruppen und andere Aktivitäten und am besten noch Teilzeit-Arbeit schmeißen, soll nachts achtzehn Mal für das Kind aufstehen, und das alles, ohne eine Miene zu verziehen. Das Kind soll brav sein, darf nicht weinen, wenn es das doch tut, ist es "verwöhnt" (ich liebe das Wort), man soll es gelegentlich sehen, aber nicht hören, aus gesellschaftlichen Anlässen wird es ausgeschlossen und damit mindestens ein Elternteil gleich mit. Dass ein Kind anstrengend ist, davon ist jeder, besonders die Leute, die keins haben, total überzeugt, was sie aber nicht daran hindert, mit tollen Erziehungsratschlägen, einseitig und oft genug unreflektiert, um sich zu werfen.

Früher, da kam noch die Nachbarin mit der Suppe. Da standen wie selbstverständlich Reihen von netter Leute bereit, um einem das Kind oder den Haushalt mal abzunehmen, da war ein Kind ein freudiges Ereignis, aber vor allem war es SELBSTVERSTÄNDLICH. Heute ist ein Kind nicht mehr selbstverständlich. Dafür ist es selbstverständlich, dass von der Überlastung, der eine Mutter unter den oben genannten Umständen heutzutage ausgesetzt ist, keiner mehr was hören will. Sie ist es ja selber schuld, die Mutter, wenn sie ihr Kind nicht einfach mal schreien lässt.

Diese Gesellschaft ist nicht kinderfreundlich. Soll sie doch an der Vergreisung zugrunde gehen. Sie hat es nicht besser verdient.

Freitag, 13. Februar 2009

Nacht 5 Kind zu verschenken

Wer will eins haben? Achtung, nur empfohlen für Leute, die keinen Schlaf brauchen!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Nacht 4

Kind:

19.50 Uhr: Gebettet.
21 Uhr ca.: Kurz aufgewacht, vom Papa beruhigt (Mama hat davon garnichts mitbekommen, die schlief schon).
23.00 Uhr: Aufgewacht, gemeckert.
23.05 Uhr: Geschlafen.
03.15 Uhr: Wach, offensichtlich denkt er, es ist Tag. Liegt oft wach da ohne Meckern, kommt aber auch nicht zur Ruhe. Hat irgendwann genug, meckert. Meckert mehr. Wird rumgetragen, dann wieder hingelegt. Ist jetzt wirklich aufgebracht. Gestillt.
04.55 Uhr: Endlich geschlafen
06.45 Uhr: Aufgewacht, da war der Papa gerade aufgestanden und hat ihn aus dem Bettchen geholt.

Mama:

Nicht mehr ganz so müde wie gestern. Immerhin 9,5 Stunden geschlafen, aber z.T. unruhig und in kleinen Stückchen, mit größeren Pausen. Die Bilanz der Nacht lässt mich zweifeln, ob das alles so gut ist mit dem Bettchen, aber es ist eine Tatsache, dass Kind im eigenen Zimmer viel besser schläft als bei uns im Bett, und dass Mama auch endlich mal wieder schlafen kann. Hm. War das mit den 9,5 h etwa nur ein euphorischer Schnellschuss und eine einmalige Sache? Ich hoffe nicht! :(

Mittwoch, 11. Februar 2009

Nacht 3

Kind:

19.55 Uhr: Gebettet.
20.00 Uhr: Eingeschlafen.
05.30 Uhr: Aufgewacht, ins große Bett geholt. Das war ein Fehler, aber man lernt ja...

Mama:

Vielleicht 4 Stunden geschlafen, über die Nacht verteilt. Heute abend mach ich mir eine heiße Milch...

Aber - hallo? 9,5 Stunden Schlaf am Stück? Ich bin sprachlos. Wäre ich nicht so müde, würde ich vor Freude durch die Altstadt tanzen.

Und ich muss nochmal etwas betonen: Wenn ich von "Geschrei" rede, dann meine ich damit nicht, wie manche Ärzte und Pädagogen anraten, das Kind schreien zu lassen, damit es irgendwann von selber einschläft (weil es sich müde geschrien hat, das arme Wurm)! Unser Kind war nie allein während es geschrien hat, sondern hatte ununterbrochenen Körperkontakt. Und er hat auch nicht geschrien, weil er sich allein gefühlt hat, sondern weil er wütend war, er hat darüber geschimpft, dass er ruhig in seinem Bettchen liegen soll.

Aber 9,5 Stunden...! Er findet das jetzt nicht mehr so doof. :)

Dienstag, 10. Februar 2009

Nacht 2

Kind:

21.20 Uhr: Gebettet
21.45 Uhr: Eingeschlafen. OHNE Geschrei! Hat nur so lange gebraucht, um zur Ruhe zu kommen.
22.40 Uhr: Aufgewacht
22.45 Uhr: Eingeschlafen, nach nur geringfügigem Meckern
23.55 Uhr: Kurz gemeckert, kurz von Mama beruhigt
04.20 Uhr: Aufgewacht
04.40 Uhr: Eingeschlafen, nach 20 min moderatem Geschrei (kein Vergleich zu gestern)
04.55 Uhr: Gemuckt, kurz von Mama beruhigt
05.05 Uhr: Gemuckt, Mama hat nachgeschaut, hat aber von allein weitergeschlafen. Das Kind, nicht die Mama.
06.25 Uhr: Aufgewacht, gerufen - von Papa auf Bitten von Mama ins Elternbett geholt.

Mama:

Ca. 6,5 h insgesamt geschlafen (hätte mehr gekonnt, war aber am Anfang der Nacht aufgedreht und wohl auch koffeiniert. Außerdem hab ich natürlich wie blöde nach dem Kinderzimmer gehorcht. Müde, aber nicht so schlimm wie gestern.

Fazit: Es wird besser! Kind hat schon kapiert, dass Bettchen + Dunkel = Schlafen. Jetzt nur noch durchschlafen... Die Zeit zwischen 4 und 6 morgens ist bei vielen Kindern anfangs problematisch, das kann also gut noch was länger dauern... Bin sehr auf heute abend gespannt.

Nacht 1

Kind:

21.30 Uhr: Gebettet.
22.15 Uhr: Nach viel Geschrei, trotz Hand-auf-die-Brust legen, Köpfchen-kraulen, verbal beruhigen, eingeschlafen. Papa hat die letzten 15 Minuten übernommen.
02.15 Uhr: Aufgewacht
04.45 Uhr: Nach viel Geschrei, trotz s.o., eingeschlafen. Papa hat zwischendurch 30 min übernommen. Ja: 2,5 h Geschrei! Die armen Nachbarn.
05.15 Uhr: Aufgewacht, zur Mama ins Bett gekommen.

Mama:

Ca. 4 h insgesamt geschlafen. Müde. Heute abend wieder? Oh weh...

Der Hintergrund: Das Kind soll nachts nicht mehr an die Brust, weil es da gerne stundenlang nuckelt und weder Kind noch Mama Schlaf kriegen. Schluss, Ende, aus, das geht so nicht mehr, Mama geht auf dem Zahnfleisch. Irgendwann ist genug...

Montag, 2. Februar 2009

Letzte Nacht habe ich geträumt...

...ein Eichhörnchen hätte meine Nase als Nussversteck benutzt. Als ich aufwachte, hatte ich in jedem Nasenloch vier - seltsamerweise geschälte - Erdnüsse stecken. Soviel ich auch versucht habe, ich habe aus jedem Nasenloch nur zwei wieder herausbekommen. Bin dann im Traum damit zum Arzt gegangen, und der hat mir erklärt, wo man die entsprechenden Schnitte ansetzen müsse, damit man die übrigen Nüsse "herausoperieren" könne.

Weitere Details erspare ich Euch.